Zwei Jahre später: Wer muss hier eigentlich wem Antworten geben?


Liebe Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Tirschenreuth, liebe Vertreter der Presse,
im Folgenden finden Sie die nachfolgende Pressemitteilung.
+++ PRESSEMITTEILUNG +++
Tirschenreuth, den 09.09.2026
Zwei Jahre später: Wer muss hier eigentlich wem Antworten geben?
IKR zieht Bilanz nach zwei Jahren Einsatz für die Krankenhausversorgung – und fordert endlich klare Antworten zu Tirschenreuth, Kemnath und der Zukunft des gesamten Klinikverbundes
Zwei Petitionen mit insgesamt rund 60.000 Unterstützungen. Rund 5.000 Menschen auf der Straße. Mehr als 8.000 von den Gemeinden bestätigte gültige Unterschriften für ein Bürgerbegehren. Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern bis hin zur bayerischen Gesundheitsministerin. Juristische Beratung. Eine Eingabe an den Bayerischen Obersten Rechnungshof. Und unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit.[1]
Mehr als zwei Jahre lang haben sich Mitglieder und Unterstützer der Initiative Klinik Retten (IKR) dafür eingesetzt, dass die Krankenhausversorgung im Landkreis Tirschenreuth nicht Stück für Stück abgebaut wird.
Heute möchten wir deshalb eine Frage stellen:
Wer muss hier eigentlich wem Antworten geben?
Anlass ist eine Nachricht des Immenreuther Bürgermeisters Thomas Kaufmann an die Initiative. Er äußert darin sein Bedauern, dass es seit der Stichwahl am 22. März 2026 von der IKR keine weiteren Informationen gegeben habe. Er hätte erwartet, dass nach der Wahl „weitere Schritte und neue Pläne“ bekannt gemacht würden, und wünscht sich von uns eine Stellungnahme zum aktuellen Stand der Notaufnahme in Tirschenreuth.
Diese Erwartung verwundert uns.
Die Initiative Klinik Retten ist keine Behörde, keine Partei, kein Klinikträger und kein gewähltes Gremium. Wir verfügen über keinen hauptamtlichen Apparat und über keinen Informationsvorsprung gegenüber Bürgerinnen und Bürgern.
Wir sind eine lose, bewusst nicht vereinsartig organisierte Gruppe von Ehrenamtlichen – darunter Menschen aus Medizin, Pflege, Rettungswesen und anderen Bereichen –, die sich zusammenfindet, wenn es notwendig erscheint.
Wir haben in den vergangenen Jahren vieles getan.
Aber eines waren wir nie:
diejenigen, die über die Krankenhausstruktur entschieden haben.
Was wir getan haben
Als Ende 2023 die geplanten massiven Veränderungen am Krankenhaus Tirschenreuth bekannt wurden, entstand innerhalb kürzester Zeit ein außergewöhnlicher Protest.
Zwei Petitionen erreichten zusammen rund 60.000 Unterstützungen. Am 14. Januar 2024 gingen nach Angaben der IKR und der Stadt Tirschenreuth rund 5.000 Menschen für die Krankenhäuser Tirschenreuth und Kemnath auf die Straße.[2]
Bereits am 23. Dezember 2023 wandten wir uns in einem offenen Brief an Ministerpräsident Markus Söder. Eine Antwort erhielten wir nicht.[3]
Am 23. Januar 2024 fand schließlich ein Gespräch mit der damaligen bayerischen Gesundheitsministerin Judith Gerlach in München statt.[4]
Für uns war dieses Gespräch auch deshalb ernüchternd, weil deutlich wurde, wie weit die Planungen bereits fortgeschritten waren. Unsere Initiative hatte zu diesem Zeitpunkt über Wochen versucht, Verantwortliche zum Umdenken zu bewegen.
Am 28. März 2024 wurde die stationäre Notaufnahme in Tirschenreuth geschlossen. Intensivmedizin und Chirurgie waren Bestandteil der verlagerten Strukturen; die vollwertige stationäre Notaufnahme ging verloren.[5]
Wir gaben trotzdem nicht auf.
Vom 25. März bis Mitte April sammelten Bürgerinnen und Bürger innerhalb kürzester Zeit Unterschriften für ein Bürgerbegehren. Die IKR hatte zunächst selbst 7.877 Unterschriften gezählt. Nach der amtlichen Prüfung teilte das Landratsamt mit, dass sogar 8.270 Unterschriften von den Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften als gültig bestätigt worden waren. Das notwendige Quorum lag bei 4.329 Stimmen.[6]
Am 19. April wurden die Unterschriften an den damaligen Landrat Roland Grillmeier übergeben.[7]
Am 17. Mai 2024 befasste sich der Kreistag in einer fast fünfstündigen öffentlichen Sitzung mit dem Bürgerbegehren und lehnte dessen Zulassung mehrheitlich ab.[8]
Auch danach war nicht Schluss.
Mit Spendengeldern ließen wir anwaltlich prüfen, welche rechtlichen Möglichkeiten gegen die Ablehnung bestanden. Die hierfür entstandenen Anwaltskosten lagen bei 3.717,80 Euro. 3.484,33 Euro standen nach Abzug der Plattformgebühren aus Spenden zur Verfügung; die Differenz wurde aus privaten Mitteln getragen.[9]
Als zusätzlich die Frage aufkam, welche Folgen die Aufgabe der zuvor mit erheblichen öffentlichen Mitteln geförderten Strukturen in Tirschenreuth haben könnte, legten Vertreter der IKR den Vorgang dem Bayerischen Obersten Rechnungshof zur Prüfung vor.
Unser erklärtes Ziel war dabei gerade nicht, dem Landkreis eine Rückzahlung von Fördermitteln aufzubürden. Wir wollten klären lassen, welche Bindungen mit den Förderungen verbunden waren und ob daraus Konsequenzen für die aufgegebenen Strukturen entstehen.
All dies geschah ehrenamtlich.
Nach all dem darf eine Bürgerinitiative auch einmal müde sein
Wer nach mehr als zwei Jahren dieses Engagements fragt, warum die Initiative seit einer Wahl keine neuen „Pläne“ veröffentlicht habe, verkennt aus unserer Sicht die Rollen.
Wir haben keine Verwaltung.
Wir haben keine Pressestelle.
Wir erhalten keine Sitzungsvorlagen automatisch.
Wir sitzen nicht im Aufsichtsrat der Kliniken Nordoberpfalz.
Und wir bekommen aktuelle Informationen über die weitere Entwicklung teilweise selbst erst aus öffentlichen Sitzungen und Medienberichten.
Deshalb möchten wir die Frage umdrehen:
Warum soll eine ehrenamtliche Bürgerinitiative erklären, wie es mit einer Krankenhausstruktur weitergeht, über die politische Gremien und ein kommunaler Klinikträger entschieden haben?
Wer wissen möchte, wie sich die Notfallversorgung entwickelt, wann gebaut wird, welche medizinischen Leistungen künftig tatsächlich angeboten werden können und welche Voraussetzungen dafür erfüllt werden müssen, sollte diese Fragen vor allem dort stellen, wo die Entscheidungen getroffen werden.
Beim Klinikträger. Beim Landkreis. Beim Kreistag. Bei den zuständigen politischen Entscheidungsträgern.
Nicht bei den Bürgerinnen und Bürgern, die zwei Jahre lang versucht haben, Informationen zu erhalten und Entscheidungen zu beeinflussen.
Beim Umbau bleiben wesentliche Fragen offen
Natürlich verfolgen auch wir die Entwicklung in Tirschenreuth weiter.
Für den Umbau des Krankenhauses sind erhebliche Investitionen vorgesehen. 2025 wurden die Kosten zunächst mit rund 17,9 Millionen Euro, später mit rund 17 Millionen Euro beziffert. Geplant sind moderne Bereiche für die Akutgeriatrie und die aus Erbendorf nach Tirschenreuth einziehende geriatrische Rehabilitation mit rund 80 Betten sowie Flächen für ambulante Operationen und weitere medizinische Dienstleistungen.[10]
Die Baugenehmigung wurde bereits am 29. August 2025 erteilt. Im Dezember 2025 wurden zwei Förderanträge beim Bayerischen Gesundheitsministerium eingereicht – für die akutstationäre Versorgung und für die geriatrische Rehabilitation.[11]
Das klingt zunächst nach einer Perspektive.
Aber die entscheidenden Fragen beginnen erst danach.
Mit dem Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz wurde die Krankenhausplanung bundesweit auf ein System von Leistungsgruppen und Qualitätskriterien ausgerichtet. Mit dem Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) wurden diese Regelungen 2026 nochmals verändert. Die Länder erhalten dabei unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, Leistungsgruppen vorübergehend auch dann zuzuweisen, wenn einzelne Qualitätskriterien nicht erfüllt werden.[12]
Gerade deshalb fragen wir:
Wie genau soll die zukünftige akutstationäre Altersmedizin in Tirschenreuth unter den neuen Leistungsgruppenregelungen ausgestaltet werden?
Welche Leistungsgruppen sollen dem Standort konkret zugewiesen werden?
Welche Voraussetzungen müssen dafür am Standort erfüllt werden?
Welche Rolle spielen Innere Medizin, Intensivmedizin und Chirurgie?
Welche Voraussetzungen können über Kooperationen innerhalb des Verbundes erfüllt werden – und welche ausdrücklich nicht?
Und falls einzelne Qualitätskriterien am Standort nicht erfüllt werden:
Ist eine Ausnahmegenehmigung vorgesehen, beantragt oder notwendig?
Das KHAG eröffnet den Ländern ausdrücklich Möglichkeiten für vorübergehende Ausnahmen bei der Zuweisung von Leistungsgruppen. Genau deshalb ist die Frage nicht theoretisch.[13]
Wir wollen wissen, welches konkrete medizinische Zielbild für Tirschenreuth unter der inzwischen geltenden Rechtslage tatsächlich geplant ist.
Ein Hinweis auf einen zukünftigen Umbau beantwortet diese Frage nicht.
Nicht nur Tirschenreuth betrachten – der ganze Verbund zählt
Ein weiterer Punkt ist uns mindestens genauso wichtig.
Die Diskussion darf nicht ständig ausschließlich auf das Gebäude in Tirschenreuth verengt werden.
Wir müssen den gesamten Klinikverbund betrachten.
Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt, warum.
Mehrere kleinere akutstationäre Standorte der Kliniken Nordoberpfalz wurden in den vergangenen Jahren aufgegeben oder grundlegend umstrukturiert. 2024 folgte der massive Einschnitt in Tirschenreuth.

Damit konzentriert sich die klassische akutstationäre Versorgung innerhalb des KNO-Verbundes heute immer stärker auf wenige Standorte – insbesondere Weiden und Kemnath.
Und deshalb stellen wir erneut eine Frage, die wir sinngemäß bereits 2023 gestellt haben:
Wie sicher ist Kemnath?
Die Kliniken Nordoberpfalz bezeichnen Kemnath gegenwärtig ausdrücklich als Standort der Grund- und Regelversorgung mit Innerer Medizin und Chirurgie. Der Klinikträger bezeichnete das Krankenhaus noch im Februar 2026 als „unverzichtbaren Grund- und Regelversorger“.[14]
Das begrüßen wir ausdrücklich.
Doch es gibt einen wichtigen historischen Hintergrund: Bereits bei der Vorstellung der neuen KNO-Struktur im Jahr 2023 erklärte der Klinikträger selbst, dass es auch in Kemnath „voraussichtlich zu Veränderungen“ kommen werde. Als denkbares Modell wurde damals die Umwandlung in ein Level-Ii-Krankenhaus beziehungsweise intersektorales Gesundheitszentrum genannt. Die genaue Ausgestaltung wurde ausdrücklich von der Krankenhausreform abhängig gemacht.[15]
Gerade in einer Region, die bereits mehrere Standortschließungen und Umstrukturierungen erlebt hat, sollte das Anlass sein, nicht weniger, sondern genauer hinzusehen.
Denn bei früheren Strukturentscheidungen wurde immer wieder mit wirtschaftlicher Stabilisierung, Konzentration und der Zukunftsfähigkeit des Gesamtverbundes argumentiert.
Deshalb muss eine ehrliche Diskussion auch die unangenehme Frage zulassen:
Wenn weitere Konzentration notwendig werden sollte – welcher Standort wäre dann der nächste?
Wir möchten keine Schließung Kemnaths herbeireden. Ganz im Gegenteil.
Wir möchten, dass die Verantwortlichen heute verbindlich erklären, welche langfristige Perspektive Kemnath besitzt, bevor irgendwann erneut erklärt wird, eine Entwicklung sei alternativlos geworden.
Denn genau diese Erfahrung haben die Menschen in der Region inzwischen zu oft gemacht.
Das eigentliche Problem ist das verlorene Vertrauen
Vielleicht ist das der wichtigste Punkt nach mehr als zwei Jahren Auseinandersetzung.
Es geht längst nicht mehr ausschließlich um einzelne Fachabteilungen.
Es geht um Vertrauen.
Menschen können auch schwierige Entscheidungen akzeptieren. Sie können nachvollziehen, dass Medizin sich verändert, Personal fehlt, Geld begrenzt ist und Krankenhausstrukturen nicht für alle Zeiten unverändert bleiben können.
Was Menschen jedoch nur schwer akzeptieren, ist das Gefühl, dass Entscheidungen längst gefallen sind, während öffentlich noch der Eindruck vermittelt wird, es werde diskutiert.
Genau diese Erfahrung hat unsere Initiative gemacht.
Und genau deshalb reicht es heute nicht, regelmäßig mitzuteilen, dass Planungen laufen, Förderanträge gestellt wurden oder ein Umbau bevorsteht.
Die Bevölkerung hat konkrete Fragen.
Wann beginnt der Umbau tatsächlich?
Wann zieht die geriatrische Rehabilitation aus Erbendorf um?
Welche akutstationären Leistungsgruppen soll Tirschenreuth künftig besitzen?
Welche medizinischen Strukturen müssen dafür zurückkehren oder neu aufgebaut werden?
Wie sieht die Zukunft der Notfallambulanz aus?
Welche Rolle spielt Tirschenreuth im Verbund in fünf oder zehn Jahren?
Und welche verbindliche Perspektive gibt es für Kemnath?
Die bisher veröffentlichten Informationen zeigen selbst, dass zwischen Beschluss, Baugenehmigung, Förderantrag und tatsächlicher Umsetzung erhebliche Zeiträume liegen können. Noch im Oktober 2025 konnte trotz vorliegender Baugenehmigung kein Termin für den Baubeginn genannt werden. Im Dezember wurden die Förderanträge eingereicht.[16]
Gleichzeitig sind nach den Beratungen zum Kreishaushalt 2026 bis Ende 2029 weitere 15,7 Millionen Euro für die KNO AG eingeplant, insbesondere für den Umbau des Krankenhauses Tirschenreuth.[17]
Das ist ein deutliches finanzielles Bekenntnis zum Umbau.
Eine vollständige Antwort auf die medizinische Zukunft des Standortes ist es noch nicht.
Politik darf Bürger nicht erst dann entdecken, wenn deren Protest verstummt
Die Kommunalwahl 2026 hat im Landkreis deutliche politische Veränderungen gebracht.
Der bisherige Landrat Roland Grillmeier verlor die Stichwahl am 22. März 2026 mit 48,8 zu 51,2 Prozent gegen Hubert Schicker.[18]
Auch in der Stadt Tirschenreuth kam es nach der Stichwahl zu einem Wechsel: Hans-Peter Schärl erhielt 2.586 Stimmen gegenüber 2.202 Stimmen für Harald Siegert und trat am 1. Mai 2026 das Amt des Ersten Bürgermeisters an.[19]
Wir behaupten ausdrücklich nicht, dass die Krankenhausfrage allein diese Ergebnisse verursacht hat.
Aber Politik sollte solche Entwicklungen als Anlass nehmen, sich eine grundsätzlichere Frage zu stellen:
Was passiert, wenn Bürger über Jahre den Eindruck gewinnen, dass ihre Beteiligung zwar begrüßt wird, ihre Einwände aber an bereits getroffenen Entscheidungen nichts mehr ändern können?
Das ist kein Tirschenreuther Spezialproblem.
Vertrauen in demokratische Institutionen entsteht nicht dadurch, dass Bürger alle paar Jahre wählen dürfen. Es entsteht dadurch, dass politische Prozesse nachvollziehbar sind, Informationen frühzeitig zugänglich gemacht werden und Beteiligung stattfindet, bevor wesentliche Entscheidungen unumkehrbar geworden sind.
Gerade der Blick auf politische Entwicklungen in anderen Regionen Deutschlands sollte Warnung genug sein: Wo Menschen dauerhaft den Eindruck gewinnen, von etablierten Strukturen nicht gehört zu werden, besteht die Gefahr, dass Vertrauen in demokratische Institutionen und etablierte politische Akteure verloren geht.
Das kann niemand wollen, dem an einer funktionierenden demokratischen Kommunalpolitik gelegen ist.
Wir müssen gar nichts – aber wir werden weiter hinschauen
Die IKR hat bereits vor längerer Zeit öffentlich erklärt, dass viele Mitglieder nach den enormen Anstrengungen der Jahre 2023 und 2024 müde geworden sind.
Schon zum Jahreswechsel 2024/2025 zogen wir öffentlich Bilanz: Wir hätten bei allen angeklopft, die an dem Problem etwas hätten ändern können. Gleichzeitig kündigten wir an, die Krankenhausstruktur weiter kritisch zu beobachten und Transparenz der Verantwortlichen gegenüber der Bevölkerung einzufordern.[20]
Das ist keine Kapitulation.
Es ist die Realität ehrenamtlichen Engagements.
Wir sind kein Verein mit festen Sitzungszeiten. Wir haben keine bezahlten Mitarbeiter. Wir sind eine inhomogene Gruppe von Menschen, die sich dann wieder zusammenfindet, wenn eine Entwicklung dies notwendig macht.
Deshalb müssen wir auch nicht jede Woche eine Pressemitteilung veröffentlichen.
Wir müssen nicht die Informationsarbeit von Landkreis, Kreistag oder Klinikträger übernehmen.
Und wir müssen erst recht nicht erklären, was Verantwortliche beschlossen haben oder planen, wenn diese Informationen den gewählten Mandatsträgern und der Öffentlichkeit selbst nicht ausreichend zur Verfügung stehen.
Aber wir werden weiterhin genau hinschauen.
Auf Tirschenreuth.
Auf Kemnath.
Auf Weiden.
Und auf den gesamten Verbund.
Denn vielleicht war einer der Fehler der vergangenen Jahre, immer nur darüber zu sprechen, welcher Standort als Nächstes verändert wird.
Die wichtigere Frage lautet:
Welche Krankenhausstruktur braucht die Nordoberpfalz langfristig – und wie stellen wir sicher, dass die Menschen auf dem Land auch in Zukunft verlässlich Zugang zu akutstationärer Medizin haben?
Diese Diskussion muss geführt werden.
Offen.
Mit belastbaren Zahlen.
Unter Einbeziehung der Bevölkerung.
Und bevor Entscheidungen unterschrieben sind – nicht danach.
Nach zwei Jahren mit Petitionen, Demonstrationen, Gesprächen, Bürgerbegehren, anwaltlicher Prüfung und Eingaben an staatliche Stellen glauben wir, dass wir unseren Teil zur öffentlichen Diskussion beigetragen haben.
Jetzt sind andere am Zug.
Ehrlichkeit währt am längsten.
Und für politische Verantwortung gilt vielleicht noch etwas anderes:
Vertrauen ist langfristig mehr wert als jede kurzfristig schön gerechnete Bilanz.
Initiative Klinik Retten (IKR)
Tirschenreuth
[1]Initiative Klinik Retten, „Was bisher geschah…“ (Timeline zu Petitionen, Protestmarsch, Ministerinnengespräch, Bürgerbegehren und weiteren Schritten), https://www.initiative-klinik-retten.de/was-bisher-geschah ; Landkreis Tirschenreuth, Kreistag 17.05.2024, TOP Ö 4, https://buergerinfo.kreis-tir.de/to0050.php?__ktonr=255 (Abruf: 08.09.2026).
[2]Initiative Klinik Retten, „Was bisher geschah…“, Protestmarsch vom 14.01.2024 mit rund 5.000 Beteiligten und zwei Petitionen mit knapp 60.000 Unterschriften, https://www.initiative-klinik-retten.de/was-bisher-geschah (Abruf: 08.09.2026).
[3]Initiative Klinik Retten, „Was bisher geschah…“, Eintrag zum offenen Brief an Ministerpräsident Dr. Markus Söder vom 23.12.2023, https://www.initiative-klinik-retten.de/was-bisher-geschah (Abruf: 08.09.2026).
[4]Initiative Klinik Retten, „Was bisher geschah…“, Termin mit der Bayerischen Gesundheitsministerin Judith Gerlach am 23.01.2024, https://www.initiative-klinik-retten.de/was-bisher-geschah (Abruf: 08.09.2026).
[5]Initiative Klinik Retten, „Was bisher geschah…“, Schließung der Notaufnahme Tirschenreuth am 28.03.2024, https://www.initiative-klinik-retten.de/was-bisher-geschah ; Initiative Klinik Retten, Beitrag zur Landratswahl 2026 mit Rückblick auf die Verlagerung von Intensivstation, Chirurgie https://www.initiative-klinik-retten.de/post/initiative-l%C3%A4dt-landratskandidaten-zu-%C3%B6ffentlicher-diskussion-ein (Abruf: 08.09.2026).
[6]Initiative Klinik Retten, 02.05.2024: Nach schriftlicher Mitteilung des Landratsamtes waren 8.270 Unterschriften als gültig bestätigt; eigene IKR-Zählung zuvor 7.877. https://www.initiative-klinik-retten.de/post/onetzplus-kreistag-tirschenreuth-entscheidet-bald-%C3%BCber-krankenhaus-b%C3%BCrgerbegehren-kommentar (Abruf: 08.09.2026).
[7]Landkreis Tirschenreuth, Kreistag 17.05.2024, TOP Ö 4: Übergabe von drei Ordnern mit über 8.000 Unterschriften am 19.04.2024, https://buergerinfo.kreis-tir.de/to0050.php?__ktonr=255 (Abruf: 08.09.2026).
[8]Landkreis Tirschenreuth, Sitzung des Kreistages vom 17.05.2024, 13:00–17:51 Uhr; TOP Ö 4 zur Zulässigkeit des Bürgerbegehrens, https://buergerinfo.kreis-tir.de/si0057.php?__ksinr=36&toselect=255 und https://buergerinfo.kreis-tir.de/to0050.php?__ktonr=255 (Abruf: 08.09.2026).
[9]Initiative Klinik Retten, „Juristische Beratung ermöglicht durch Spenden // Wir machen Kassensturz“, 31.12.2024: 3.484,33 Euro verfügbare Spendengelder, 3.717,80 Euro Anwaltskosten, Differenz aus eigenen Mitteln. https://www.initiative-klinik-retten.de/post/juristische-beratung-m%C3%B6glich-gemacht-durch-spenden-wir-machen-kassensturz (Abruf: 08.09.2026).
[10]Landkreis Tirschenreuth, 17.10.2025: Umbau mit rund 17,9 Mio. Euro kalkuliert und Umzug der geriatrischen Reha mit rund 80 Betten; Landkreis Tirschenreuth, 16.12.2025: geplante Maßnahmen rund 17 Mio. Euro, Akutgeriatrie, Reha und ambulante Leistungen. https://www.kreis-tir.de/buergerservice/aktuelles/detail/genehmigung-zum-umbau-des-krankenhauses-tirschenreuth-liegt-vor-baubeginn-noch-offen ; https://www.kreis-tir.de/buergerservice/aktuelles/detail/foerderantraege-eingereicht-umbau-beginn-des-krankenhauses-tirschenreuth-rueckt-naeher (Abruf: 08.09.2026).
[11]Landkreis Tirschenreuth, 17.10.2025: Baugenehmigung am 29.08.2025 erteilt; Landkreis Tirschenreuth, 16.12.2025: zwei Förderanträge für akutstationäre Versorgung und geriatrische Rehabilitation. URLs wie Fußnote 10 (Abruf: 08.09.2026).
[12]Bundesministerium für Gesundheit, 27.03.2026, „Bundesrat billigt Krankenhausreformanpassungsgesetz“: mehr Gestaltungsspielraum für Länder und vorübergehende Ausnahmen bei Leistungsgruppenzuweisungen auch bei nicht erfüllten Qualitätskriterien. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/reden/rede/warken-khag-bundesrat-27-03-2026 (Abruf: 08.09.2026).
[13]Bundesministerium für Gesundheit, Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG), Ausnahmeregelungen bei Leistungsgruppen; vgl. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/reden/rede/warken-khag-bundesrat-27-03-2026 (Abruf: 08.09.2026).
[14]Kliniken Nordoberpfalz, Standortbeschreibung Krankenhaus Kemnath: Grund- und Regelversorgung mit Innerer Medizin und Chirurgie, https://www.kliniken-nordoberpfalz.ag/ueber-uns/unsere-standorte/krankenhaus-kemnath ; Kliniken Nordoberpfalz, 24.02.2026: „unverzichtbarer Grund- und Regelversorger der Inneren Medizin und der Chirurgie“, https://www.kliniken-nordoberpfalz.ag/ueber-uns/aktuelles/detail/krankenhausstiftung-kemnath-spendet-koloskop-fuer-45000-euro (Abruf: 08.09.2026).
[15]Kliniken Nordoberpfalz, 24.11.2023, „Kliniken Nordoberpfalz stellen sich für die Zukunft neu auf“: Für Kemnath wurden Veränderungen in Abhängigkeit von der Strukturreform und als denkbares Modell ein Level-Ii-Krankenhaus bzw. intersektorales Gesundheitszentrum genannt. https://www.kliniken-nordoberpfalz.ag/ueber-uns/aktuelles/detail/kliniken-nordoberpfalz-stellen-sich-fuer-die-zukunft-neu-auf (Abruf: 08.09.2026).
[16]Landkreis Tirschenreuth, 17.10.2025: trotz Baugenehmigung noch kein Termin für den Baubeginn; Landkreis Tirschenreuth, 16.12.2025: Förderanträge eingereicht, realistischer Baubeginn nach Prüfung/Genehmigung der Mittel. URLs wie Fußnote 10 (Abruf: 08.09.2026).
[17]Landkreis Tirschenreuth, Kreistag – Haushalt 2026, TOP Ö 3: Bis Ende 2029 weitere 15,7 Mio. Euro für die KNO AG eingeplant, insbesondere für den Umbau des Krankenhauses Tirschenreuth. https://buergerinfo.kreis-tir.de/to0050.php?__ktonr=1199 (Abruf: 08.09.2026).
[18]Bayerisches Landesamt für Statistik, Kommunalwahlen 2026, Landkreis Tirschenreuth, Stichwahl zum Landrat am 22.03.2026: Hubert Schicker 18.143 Stimmen (51,2 %), Roland Grillmeier 17.313 Stimmen (48,8 %). https://kommunalwahl2026.bayern.de/personenwahl/stichwahl/377.html (Abruf: 08.09.2026).
[19]Stadt Tirschenreuth, amtliche Bekanntmachung des abschließenden Ergebnisses der Bürgermeisterwahl vom 22.03.2026: Hans-Peter Schärl 2.586 Stimmen, Harald Siegert 2.202 Stimmen. https://www.stadt-tirschenreuth.de/fileadmin_stadt/user_upload/Rathaus_Buergerservice/bekanntmachungen/2026-03-24_BEK_Wahlergebnisse_BGM___SR.pdf (Abruf: 08.09.2026).
[20]Initiative Klinik Retten, „Juristische Beratung ermöglicht durch Spenden // Wir machen Kassensturz“, 31.12.2024: Ankündigung, die Situation weiter im Auge zu behalten; vgl. https://www.initiative-klinik-retten.de/post/juristische-beratung-m%C3%B6glich-gemacht-durch-spenden-wir-machen-kassensturz (Abruf: 08.09.2026).
Initiative Klinik Retten
+++ ENDE PRESSEMITTEILUNG +++
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Danke und herzliche Grüße
Team von Initiative Klinik Retten
von Initiative Klinik Retten | 09.09.2026




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