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Initiative lädt Landratskandidaten zu öffentlicher Diskussion ein

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    IKR
  • vor 32 Minuten
  • 3 Min. Lesezeit


Liebe Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Tirschenreuth, liebe Vertreter der Presse,


im Folgenden finden Sie die nachfolgende Pressemitteilung.




+++ PRESSEMITTEILUNG +++



Tirschenreuth, den 12.03.2026

Gesundheitsversorgung im Landkreis Tirschenreuth: IKR fordert klare Antworten zur Zukunft der Notfallversorgung


Initiative lädt Landratskandidaten zu öffentlicher Diskussion ein


Die Gesundheitsversorgung im Landkreis Tirschenreuth bleibt für die Initiative Klinik Retten (IKR) auch nach den Entwicklungen der vergangenen Monate eines der zentralen Themen der Kommunalpolitik. Mit Blick auf die anstehende Stichwahl fordert die Initiative mehr Klarheit über die zukünftige Ausrichtung der medizinischen Versorgung im Landkreis – insbesondere im Bereich der Notfallversorgung.


Der Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz (KNO) hatte bereits im Jahr 2023 weitreichende Umstrukturierungspläne für die Krankenhausstandorte beschlossen, ohne – aus Sicht vieler Bürgerinnen und Bürger – die Bevölkerung ausreichend auf die Tragweite dieser Entscheidungen vorzubereiten. Trotz massiven Widerstands aus der Bevölkerung, zahlreicher Gespräche mit politischen Verantwortlichen, einer Petition mit über 55.000 Stimmen sowie eines großen Protestmarsches bis Ostern 2024 wurde dieser Kurs konsequent weiterverfolgt.


Am 28. März 2024 wurde schließlich die Notaufnahme am Krankenhaus Tirschenreuth geschlossen. Intensivstation, Chirurgie und Geburtshilfe wurden an den Standort Weiden verlagert. Seitdem besteht in Tirschenreuth lediglich eine Notfallambulanz im aktuellen MVZ. Die stationäre Notaufnahme, die erst wenige Jahre zuvor mit großem finanziellen Aufwand modernisiert worden war, steht damit nicht mehr zur Verfügung.


Dabei war das Krankenhaus Tirschenreuth erst 2017 mit rund 21 Millionen Euro Fördermitteln umfassend saniert worden, insbesondere im Bereich der Notfallversorgung und Intensivmedizin. Nur wenige Jahre später wurden zentrale Strukturen wieder aufgegeben – eine Entwicklung, die viele Menschen im Landkreis bis heute nur schwer nachvollziehen können.

 

Unsere Position war bereits Ende 2023 klar: Wir hätten uns gewünscht, zunächst die bundespolitischen Rahmenbedingungen abzuwarten – insbesondere die damals noch in Vorbereitung befindliche Krankenhausreform des Bundes (KHVVG) – und erst danach über weitreichende strukturelle Veränderungen zu entscheiden.


Parallel dazu werden nun erneut erhebliche Investitionen geplant. Rund 17 Millionen Euro sollen künftig in den Umbau des Krankenhauses Tirschenreuth fließen, um dort insbesondere Altersmedizin und Akutgeriatrie anzusiedeln. Geplant ist unter anderem die Verlagerung der geriatrischen Versorgung aus Erbendorf nach Tirschenreuth.


Diese Entwicklung zeigt zugleich: Die medizinische Infrastruktur am Standort Tirschenreuth bleibt grundsätzlich vorhanden. Für die Akutgeriatrie müssen weiterhin Bereiche der Inneren Medizin sowie intensivmedizinische Strukturen vorgehalten werden. Der Weg zu einer weitergehenden medizinischen Versorgung – auch im Bereich der Notfallversorgung – wäre damit keineswegs ausgeschlossen.


Gleichzeitig hat der Landkreis beschlossen, jährlich bis zu eine Million Euro aufzuwenden, um zumindest eine Notfallambulanz am Standort zu sichern – und zwar rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr.


Unser Ziel bleibt deshalb klar: Die derzeitige Notfallambulanz darf kein dauerhaftes Provisorium bleiben. Sie muss perspektivisch wieder zu einer vollwertigen, rund um die Uhr besetzten Notfallversorgung ausgebaut werden. Aktuell ist die Einrichtung nur eingeschränkt besetzt.


Noch gravierender ist aus unserer Sicht jedoch die aktuelle Situation bei der Patientenaufnahme an anderen Standorten. Den Bürgerinnen und Bürgern unseres Landkreises wurde vor der Umsetzung der Umstrukturierungspläne zugesichert, dass das Klinikum Weiden die zusätzlichen Patienten problemlos aufnehmen könne. Diese Zusage wird in der Praxis aus eigenen Erfahrungen nicht immer erfüllt. 

 

Immer wieder berichten Notärzte davon, dass Patienten trotz medizinischer Notwendigkeit nicht unmittelbar aufgenommen werden können und teilweise längere Wege zu anderen Krankenhäusern in Kauf nehmen müssen. Für einen ländlichen Raum wie unseren Landkreis ist das eine Entwicklung, die wir nicht akzeptieren können.


Wir fordern deshalb klar und deutlich:Das damals gegebene Versprechen einer verlässlichen und uneingeschränkten Notfallversorgung muss endlich eingelöst werden. Patienten aus dem Landkreis Tirschenreuth dürfen nicht abgewiesen werden – unabhängig von der Auslastung einzelner Standorte.


Gerade weil jetzt eine richtungsweisende Entscheidung für die Zukunft unseres Landkreises ansteht, ist es aus unserer Sicht allerhöchste Zeit, diese Fragen offen zu diskutieren.


Aus diesem Grund lädt die IKR die beiden Landratskandidaten Roland Grillmeier (CSU) und Hubert Schicker (Freie Wähler) ein, sich in einer öffentlichen Diskussion gemeinsam mit Vertretern der IKR den Fragen zur Zukunft der Gesundheitsversorgung im Landkreis Tirschenreuth zu stellen.


Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, welche konkreten Vorstellungen und Lösungen die beiden Kandidaten für eine sichere, wohnortnahe medizinische Versorgung haben.


Gesundheitsversorgung ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Gerade im ländlichen Raum muss sie zuverlässig, wohnortnah und rund um die Uhr gewährleistet sein.

Die IKR wird sich weiterhin mit Nachdruck für dieses Ziel einsetzen.

 

 

Initiative Klinik Retten



+++ ENDE PRESSEMITTEILUNG +++



Diese Mitteilung finden zum Download als PDF:




Danke und herzliche Grüße

Team von Initiative Klinik Retten



von Initiative Klinik Retten | 12.03.2026

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